Ehrenmitglied Walter Rohrbach im Gespräch

Ein Vierteljahrhundert FBMA – das muss man erst einmal schaffen.

Walter Rohrbach, Ehrenmitglied und echtes Urgestein der Schweizer Gastronomie-Community, blickt auf 25 Jahre Vereinsleben zurĂĽck.
Ein Gespräch über Stil, Freundschaften, unvergessliche Reisen und warum weisse Turnschuhe definitiv nichts im Verein verloren haben.

Der Weg zur FBMA führte Walter über seine Tätigkeit bei Martini Rossi, wo er den Aufbau von Champagne Laurent-Perrier vorantrieb.

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„Wir waren nicht von Anfang an Partner, aber wir wollten es werden“,
erinnert er sich. Sein erster FBMA-Moment war eine Generalversammlung in Leukerbad, stilvoll und festlich, geprägt von persönlicher Handschlagkultur.

„Der Präsident platzierte die Gäste persönlich. Anzug, Krawatte, elegante Abendkleider – das war eine GV mit Stil.“

Für Walter war der Schritt in den Verein klar: Partnerschaft, Netzwerk und ein gemeinsamer Qualitätsanspruch. Sein Ziel war es, Laurent-Perrier und Martini Rossi im Schweizer Gastgewerbe richtig zu positionieren, und die FBMA bot dafür genau das richtige Umfeld.

Wenn Walter auf die vergangenen Jahrzehnte zurückblickt, funkeln seine Augen. Zu seinen persönlichen Höhepunkten zählen zwei Reisen in die Champagne, inklusive einem Abstecher nach Paris, beide von ihm selbst organisiert. Ebenso in Erinnerung bleiben ihm die Curlingturniere in Engelberg mit langen, fröhlichen Nächten, ein besonderer Abend auf dem Ristis mit einer Talfahrt um Mitternacht sowie die Golfturniere in Moosseedorf, die ebenfalls auf seine Initiative zurückgehen. Emotional war auch der Abschied von Präsident René Burkhalter im Victoria-Jungfrau, begleitet vom Lied „Sag zum Abschied leise Servus“, gesungen von Petra und Carry Persson – ein Moment, der selbst gestandenen Persönlichkeiten Tränen in die Augen trieb. Und über allem steht für ihn etwas, das kein Highlight übertreffen kann: die vielen Freundschaften.

Natürlich hat sich die FBMA über die Jahre verändert. „Der Stil hat sich verändert“, sagt Walter offen. Dresscodes, Kostenstruktur und die stärkere Konzentration auf Zürich haben das Vereinsleben weiterentwickelt. Dennoch gibt es etwas, das immer gleich geblieben ist: der Kern aus Freundschaft und Zusammenhalt. „Gerade die alten Freundschaften der frühen Jahre spüre ich immer noch. Das hat man gerade wieder an der IGEHO erlebt.“

Besonders prägende Begegnungen waren für ihn die mit Hans Leu und seinen „Zöglingen“, wie er sie liebevoll nennt. Viele davon haben beeindruckende Karrieren hingelegt. Gleichzeitig sind über die Jahre unzählige weitere Freundinnen und Freunde hinzugekommen, die sein FBMA-Erlebnis nachhaltig geprägt haben.

Auch heute bedeutet ihm die FBMA noch viel, auch wenn ihn späte Rückreisen von Zürcher Abendveranstaltungen logistisch herausfordern. „Spät in Olten umsteigen ist nicht gerade gemütlich“, sagt er mit einem Schmunzeln. Trotzdem bleibt die Verbundenheit gross und Walter besucht immer noch sehr gerne ausgewählte Anlässe.

Der jungen Generation im Verein gibt er einen einfachen Rat mit auf den Weg: möglichst oft teilnehmen. Wer dabei ist, profitiert, knüpft Kontakte und erlebt den Geist der FBMA hautnah.

Für die Zukunft des Vereins wünscht er sich eine Rückkehr zu mehr Gastro-Stil. „Wir sind keine Banker. Wir brauchen keine weissen Turnschuhe“, sagt er augenzwinkernd. Er nennt die Sommeliers als Vorbilder und erwähnt mit einem Lächeln, dass sogar seine Fussballköche mehr Stil pflegen – und sie sind Köche.

Wenn Walter seine 25 Jahre in einem Satz zusammenfassen müsste, dann so: Viele schöne Momente in schönen Hotels mit Freunden erleben dürfen. Und er fügt hinzu, dass er so lange wie möglich gerne ab und zu an einem Event teilnimmt – insbesondere an der GV. „Muss ja nicht unbedingt Mürren sein…“

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